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| Foto: Frisch prämiert – Mit der Wandleuchte MELETE für Artemide gewannen die Brüder Pio & Tito Toso vor Kurzem einen red dot design award in der Kategorie Produktdesign. |
Schlicht und effektvoll, so könnte man die neuen Wandleuchten, die
Artemide in diesem Jahr in den Verkauf lanciert hat, beschreiben. Gutes Design muss nicht auffällig sein, zumindest nicht nach Aufmerksamkeit schreien. Es kann auch einfach einfach sein und seine Wirkung auf vielschichtigere Weise entfalten. Im Falle der neuen Wandleuchten
Melete,
Dinarco und
Cuma, entsteht diese Wirkung durch schlichte geometrische Formen und durch eine verführerische Parade des Lichts.
Die hier vorgestellten Wandleuchten haben noch etwas gemeinsam: Das Leuchtmittel
wurde gekonnt innerhalb oder hinter der jeweiligen Leuchtenstruktur
versteckt und ist von vorne niemals sichtbar. Die apparente,
monolithische Struktur verwandelt sich ihrerseits in einen Reflektor und
trägt so zur Erzeugung magischer Lichteffekte bei. Verstärkt wird die
Reflektorfunktion dadurch, dass die Oberfläche aller drei Wandleuchten
weiß ist. Jede zelebriert das Phänomen Licht
jedoch letztendlich auf eigene Art und Weise.
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| Foto: Die Wandleuchte DINARCO ist eine gelungene Koproduktion der beiden Designer Carlo Forcolini und Giancarlo Fassina und stellt einen Beitrag zur Unternehmensphilosophie "A Human Light" von Artemide dar. |
Die kreisrunde Scheibe der Leuchte DINARCO hat eine eingerollte Unterseite, hinter der sich eine Halogenlampe verbirgt. Deren Licht wird nach unten abgeschirmt, nach oben indirekt abgegeben. Die weiße Fläche der Metallstruktur intensiviert das Licht, reflektiert es zusätzlich diffus in den Raum. Aufgrund der Wandhalterung aus Aluminiumdruckguss, die sich zwischen Wand und Leuchtkörper befindet, steht dieser geringfügig von der Wand ab. In Folge entsteht ein schmaler Schattenring um die rundum gelungene Mondleuchte, oder erinnert sie Sie etwa nicht an unseren Erdtrabanten kurz vor der Vollmondphase?
Die blockförmige Leuchte MELETE hat in der Mitte eine abgerundete
Aussparung. An der der Wand zugewendeten Innenseite ist das
Leuchtmittel, eine lineare Halogenlampe angebracht. Durch den Hohlraum
kann das Licht sowohl direkt nach unten als auch indirekt nach oben
entweichen. Die gegenüberliegende Innenseite reflektiert zudem das
Licht. Die Außenstruktur des Quaders aus weiß lackiertem
Aluminiumdruckguss schirmt es nach vorne und zur Seite ab und erzeugt so
einen doppelten Schattenbogen.
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| Foto: Mit der Wandleuchte Cuma soll laut dem Designer Roberto Paoli eine ausgewogene Balance zwischen Materialien und Technologie dargestellt werden. Damit ist nicht zuletzt der Einsatz energiesparender LED-Lampen gemeint. |
Die abgeknickte Platte der Leuchte CUMA leitet das Licht des dahinterliegenden Leuchtmittels gezielt nach oben, in dem Fall stehen eine Halogenlampe oder LED zur Auswahl. Der untere Teil der Platte schirmt Leuchtmittel und Wandhalterung ab, der obere Teil ist knapp über dem 90°-Winkel geneigt und lenkt die Lichtstrahlen gekonnt in die Höhe. Der Industriedesigner Roberto Paoli, der für den Entwurf verantwortlich ist, erklärt dazu: "Um eine Form zu schaffen, die im Wesentlichen keine Form, sondern eine Ummantelung für das Licht darstellt, habe ich mich der puren Geometrie bedient: Zwei Ebenen, die sich im Raum treffen, bilden eine Gerade und sonst nichts."
Schlichte Geometrien, eine Ummantelung für das Licht und sonst nichts. Das sind die neuen Wandleuchten von Artemide.
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