Freitag, 8. Juni 2012

Nostraforma Kolumne: Wie viel Kollegialität verträgt der Mensch?

kartell la boheme hockerkollektion
Foto: Teamarbeit im Meeting - hier scheiden sich oft die Geister. Die Hockerkollektion La Boheme von Kartell regt als Outdoor-Sitzmöglichkeit zu einer entspannten Gesprächspause auf der Büroterrasse an.
Gutes Einvernehmen unter Kollegen ist wichtig. Oft noch wichtiger als die Aufgaben und Herausforderungen, die man im Berufsleben zu erfüllen hat. Wer sich mit seinen Kollegen gut versteht, der geht gerne ins Büro und freut sich auf den vor ihm liegenden Arbeitstag. Eine harmonische Stimmung im Großraumbüro, die von offener Kommunikation und Empathie geprägt ist, fördert bekanntlich effektive Teamarbeit. Wenn jedoch das Arbeiten in der Gruppe permanent gewünscht sowie gefordert wird und noch dazu konträre Charaktere aufeinander treffen, dann wird die hoch gelobte Teamarbeit schnell zur Qual.


Foto: Die lieben Kollegen, können gehörig nerven. Das Regalsystem One von Kartell sorgt als Aktenschrank und Trennwand für den nötigen Abstand.
Jeder der schon einmal gezwungen war, mit seinen Kollegen ein Projekt umzusetzen, der weiß: Teamarbeit hat ihre Tücken. Sobald gemeinsame Denkprozesse gefragt sind, fällt so mancher in alt bewährte Verhaltensmuster. Üblicherweise gibt es den Drückeberger, der sich in einer Besprechnung zwar oft zu Wort meldet, bei der Aufgabenverteilung aber vorzeitig den Raum verlässt, den Rudelführer, der zu allem lautstark und wortreich seine eigene Meinung kundtut, den Schwadronierer, der am Ende eines Team-Meetings alles, zuvor von seinen Kollegen Zusammengetragene, in einem langen Monolog noch einmal zusammenfasst und den Workaholic, der sowieso alles erledigt und sich darüber freut, unentbehrlich zu sein.

Foto: Wer das Singledasein nicht genießen kann, ist auf sein Team und eine lange Arbeitswoche angewiesen. Eine stilvolle  Einrichtung mit erlesenen Designobjekten wie dem St. Tropez Teppich von ClassiCon lässt selbst den schlimmsten Workaholic einmal zur Ruhe kommen.
Wenn also Teamarbeit erfahrungsgemäß schwer funktioniert, warum erfreut sie sich dennoch stetig wachsender Beliebtheit? Wieso findet sich heutzutage kaum mehr eine Stellenanzeige, in der Teamfähigkeit nicht ausdrücklich gefordert wird? Und wem kommt diese mythische Eigenschaft am meisten zugute?

Foto: Alleine glücklich sein zu können, ist ein großer Vorteil. Wer mit sich selbst zufrieden ist, kann auch in einer Beziehung, als Mitglied seiner Familie und in einem Kollegenteam zufrieden sein. Die Pendelleuchte Spinning Light von &tradition passt in jede Lebensphase.
Deutschland ist ein Land der Singles. Noch nie gab es so viele Einpersonenhaushalte wie 2012. Im Jahr 1961 waren es noch vier Millionen, heute sind es 16 Millionen, mit steigender Tendenz. Soziologen beäugen diese Entwicklung äußerst kritisch, da Singles sich von ihren Arbeitsgebern leichter formen und ausbeuten lassen sowie eher bereit sein sollen, unbezahlte Überstunden abzuleisten. Doch die Experten irren sich. Singles lassen sich nicht besser beruflich manipulieren, sie sind jedoch empfänglicher für eine Stellenausschreibung, die "arbeiten in einem netten Team" verheißt. Denn wer den ganzen Tag in einem Team arbeitet, dem steht der Sinn abends keineswegs mehr nach Gesellschaft. Teamarbeit ist zwischenmenschlich äußerst anspruchsvoll, beinhaltet sie doch viel mehr, als sich in der Gruppe zu profilieren und mit seinem (Fach-)Wissen zu glänzen. Toleranz und Vertrauen, Kommunikation und Informationsaustausch sowie konstruktive Konfliktbewältigung sind die Hauptbestandteile dieser angesagten Disziplin. Ein funktionierendes Team kann zur Ersatzfamilie werden, doch bloß die wenigsten haben das Glück, nur von reizenden Kollegen umgeben zu sein ...