Samstag, 30. Juni 2012

Gestaltungsmerkmal Licht – Kloster Holzen setzt nach Umbau auf Produkte der Steng Licht AG

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Foto: Vom Konventbau zum modernen Tagungshotel: Das neu eröffnete Kloster Holzen bietet ein designbewusstes, ganzheitlich konzipiertes Raumerlebnis, bis ins kleinste (Licht-)Detail.
Lichtplanung ist ein wesentlicher Bestandteil gelungener Raumgestaltung, nicht nur im Neubau. Auch Modernisierungs-, Umbau- oder Umnutzungsprojekte können durch eine ganzheitliche Herangehensweise, also auch unter Einbezug der Lichtgestaltung, entscheidend aufgewertet werden. Im vorliegenden Fall wurde das zentrale Konventgebäude des Klosters Holzen, oberhalb des schönen Lechtals gelegen zwischen Augsburg und Donauwörth, zu einem Tagungshotel umgebaut. Für die Lichtausstattung setzten die beauftragten Architekten auf Produkte aus dem Hause Steng Licht. Die ausgewählten Leuchten ergänzen dabei passend die klare, klassisch moderne Einrichtungssprache, inszenieren gleichzeitig die historische Bausubstanz und tragen so zu einer stilgerechten und harmonischen Raumatmosphäre bei.
steng licht projekt kloster holzen
Foto: Eine Modernisierung erfordert die Fähigkeit, historische Bausubstanz nicht nur zu erhalten, sondern sie auch gleichzeitig aufzuwerten.

Der neueste Umbau der Räume im Kloster Holzen fand zwischen 2010 und 2011 statt, die ursprüngliche Klosteranlage stammt aus dem Jahr 1698. Im Zuge der Säkularisation in Bayern von 1802 erfuhr auch das Kloster Holzen den Verlust seiner ursprünglichen Funktion. Im Laufe des 20. Jahrhunderts gelangte es wieder in den Besitz eines religiösen Ordens, später einer Stiftung, was es über einen längeren Zeitraum zu einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung machte. Die weitläufige Klosteranlage, deren markantestes Bauwerk die Klosterkirche ausmacht, geht in der Nutzung weiterhin mit der Zeit. Neben dem sozialen Einrichtungsbetrieb durch das Dominikus-Ringeisenwerk, ist der Kern der Anlage, der Konventbau, nun zu einem Tagungshotel und Seminarhaus umgeplant worden. Mit dem Umbau verhalf das Büro Spaett Architekten GmbH aus Konstanz dem Kulturdenkmal Kloster Holzen nun zu einem nachhaltigen und wirtschaftlichen Dasein.

Basierend auf der Grundlage der Erlebnisarchitektur, also einer Entwurfsform bei der Funktion, Raum und Atmosphäre als Gesamterlebnis wahrgenommen werden, gestalteten die Architekten rund um Johann Oertel das Hotel, Taguns-, Seminar- sowie Bewirtungsräume. Viele dieser Räume sind dabei mit Leuchten der Firma Steng Licht aus Stuttgart ausgestattet:

steng licht lumelennium pendelleuchte
Foto: Erst beim genaueren Blick wird das Gestaltungsprinzip dieser Steng'schen Neuinterpretation eines Kronleuchters deutlich ...


Im Frühstücksraum fällt der Blick zunächst auf die Pendelleuchten, die von den Scheitelpunkten des Kreuzrippengewölbes herabhängen. Die im zeitgenössischen Leuchtendesign oft zitierte Glühbirne spielt auch bei diesem Entwurf eine zentrale Rolle: Nichts anderes als 200 Standardglühbirnen liegen in einer Plexiglasschale. Nur 15 dieser 40W Glühbirnen dürfen dabei ihren Dienst tun, alle anderen bilden das eigenwillige Muster der transparenten Schale. Rein formal ist die Designsprache der Pendelleuchte Lumelennium, entworfen von Henk Stallinga, klar und zurückhaltend, bei näherer Betrachtung scheint es jedoch, als würde der klassische Kronleuchter in gewisser Weise ironisiert.

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Foto: Die schlichte quaderförmige Wandleuchte Big Brigg 2 ist hier in einer Sonderversion mit Up- und Downlight sowie einem integrierten Notlichtbaustein im Einsatz.
In den Korridoren inszenieren Wandleuchten der Serie Brigg, einem Klassiker von Steng Licht, die alten Gemäuer des Klosters. Die weiträumigen Flure sind wichtiger Bestandteil des Gesamtkonzepts einer offenen, kommunikativen Stätte, sie dienen ihrerseits als Zentren der Begegnung. Durch indirekt abstrahlende Brigg-Leuchten werden die Wände und Decken der Flure in ein warmes Begleitlicht gehüllt. Der Lichtstrahl lenkt dabei den Blick auf die imposante Architektur, während sich der Leuchtenkörper formal dezent zurückhält. Bei geringem Abstrahlwinkel setzt zusätzlich eine nach unten gerichtete Lichtquelle Akzente in den Raum.

Auch die Zimmer des Tagungshotels, die in den ehemaligen Zellen des Klosters ihren Platz gefunden haben, sind mit Leuchten von Steng Licht ausgestattet. Die schlichte und elegante, von warmen Farben und Echtholz geprägte Einrichtung wird dabei perfekt von Tisch- und Bettleuchten in sachlich minimalistischer Formensprache begleitet. Durch den Betrieb von LED, Metalldampf- oder ECO-Halogenlampen leisten die Leuchten ihrerseits einen Beitrag zur Energieeffizienz.

kloster holzen tagungshotel korridor
Foto: Hier wird die Rauminszenierung besonders deutlich: Die Leuchten sind so platziert, dass exakt die Kappen des Kreuzrippengewölbes beleuchtet werden. Raumhöhe und Gewölbeform erfahren dadurch eine besondere Betonung.
Das schwäbische Familienunternehmen Steng Licht wird nun in vierter Generation inhabergeführt und zeichnet sich seit seiner Gründung 1911 durch stets innovatives Lichttechnik- und Lichtproduktdesign aus. Know-How mit einer Mischung aus Tradition und Fortschritt, deutsche Handwerkskunst und die kreativen Impulse internationaler Designer garantieren die hohe Qualität der Produkte aus dem Hause Steng Licht. Diese sind auch direkt im Showroom von Nostraforma in München erhältlich.

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Foto: Der Entwurf der mit dem Internationalen Designpreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichneten Leuchtenserie Brigg stammt von den Firmeninhabern Peter Steng und Andreas Steng persönlich.
Ob im Rahmen einer Lichtplanung, als Einzelobjekt oder im modularen System, erst durch Anpassung an Raum und Funktion kann Licht wirken und seinen Beitrag zu einem gelungenen Gesamtkonzept leisten. Das Kloster Holzen ist hierfür ein eindrucksvolles Beispiel.